AKKU-STUDIOBLITZE



Häufig gestellte Fragen

  • Warum ist bei einer Sync-Zeit kleiner als einer 1/320s häufig ein schwarzer Balken im Bild zu sehen?

    Als Blitzsynchronzeit oder Synchronzeit (auch X-Sync) bezeichnet man in der Fotografie die kürzeste wählbare Belichtungszeit (Verschlusszeit), bei der der Verschluss einer Kamera kurzzeitig vollständig geöffnet ist und das Licht eines Blitzgerätes somit den Bildsensor vollständig beleuchten kann. Die Blitzauslösung ist mit dem Verschluss derart synchronisiert, dass jener vollständig geöffnet ist bevor der Blitz zündet.

    Der Hintergrund ist, dass mit einem Schlitzverschluss wesentlich kürzere Belichtungszeiten realisiert werden können, als sich dessen Vorhänge bewegen können - erst ab einer bestimmten minimalen, konstruktionsabhängigen Verschlusszeit liegt der Fall vor, dass der erste Vorhang vollständig geöffnet ist, bevor der zweite schließt (Offenzeit) - nur diese, oder längere Verschlusszeiten, sind zur Verwendung mit einem Blitz geeignet.

    Typische Blitzsynchronzeiten heutiger Kleinbildkameras mit Schlitzverschluss liegen üblicherweise zwischen 1/160 Sekunde bis 1/250 Sekunde. Einige Spiegelreflexkameras erlauben Blitzsynchronzeiten von bis zu einer 1/320 Sekunde.

    Bei Verschlusszeiten unterhalb der Blitzsynchronzeit ist der Schlitzverschluss zu keinem Zeitpunkt vollständig geöffnet. Wählt man eine kürzere Verschlusszeit, z.B. 1/500 Sekunde, ist die Blitzzeit erheblich kürzer als die Verschlusszeit, so dass es auf dem freigegebenen Bereich des Mediums zu einer Teilbelichtung kommt, der sich in Form eines schwarzen Balkens auf dem Bild bemerkbar macht.

    Viele moderne Kameras unterlaufen durch High-Speed-Synchronisation (HSS) in Verbindung mit speziellen Blitzgeräten die Einschränkungen durch Blitzsynchronzeiten und ermöglichen die Blitzlichtfotografie mit jeder einstellbaren Verschlusszeit, allerdings mit reduzierter Blitzleistung und unter Verringerung des Einfriereffekts von Bewegungsabläufen durch den Blitz. Realisiert wird diese Technik durch eine schnelle Folge mehrerer kleinerer Blitze (Stroboskopeffekt), oder durch eine verlängerte Blitzabgabe während der gesamten Verschlusszeit. Es muss während des Durchlaufens des Verschlussschlitzes eine gleichmäßige Beleuchtung erfolgen. Das meiste Licht trifft dabei ungenutzt auf die Vorhänge. Die Kamerahersteller haben für diese Blitzbetriebsart die Bezeichnungen FP-Modus oder Super FP-Modus eingeführt.

  • Kann man einen 230V Studioblitz auch an einen 12Volt Akku betreiben?

    Das wäre eine kostengünstige Variante, funktioniert aber nicht ohne weiteres. Um ein 12V Gerät an einen 220/230V Stromanschluss betreiben zu können muss ein Spannungswandler dazwischen geschaltet werden, der die 220/230V auf 12V reduziert. Als Laie sollte man lieber die Finger davon lassen, da dies zu schwerwiegenden Unfällen führen könnte und die Garantie erlischt.

  • Können Akku-Studioblitze auch an einer 230V Steckdose betrieben werden?

    Ja. Die TA-Serie wird serienmäßig mit einem Spannungswandler ausgeliefert; zu allen anderen Akku-Studioblitzen gibt es den optionalen 230V AC-Adapter in unserem Shop.

  • Aus welchem Material sind die Akku-Studioblitze gefertigt?

    Sämtliche Akku-Studioblitze sind aus Aluminium gefertigt. Das Bajonett ist zudem verstärkt. Es wird kein Plastik/Kunststoff am Gehäuserumpf verwendet. Lediglich das Dispaly ist aus technischen Gründen aus Kunststoff.

  • Gibt es Ersatzakkus, bzw. ist der Akku wechselbar?

    Ja, der Akku ist mit einem einfachen Handgriff austauschbar. Er befindet sich in einer Wechselschublade oben im Gehäuse.

    Ersatz-Akku

  • Wieviel Auslösungen bei voller Blitzleistung schafft der Akku?

    Die Akku-Studioblitze mit 600Ws erreichen spielend 500 Auslösungen. Bei geringerer Blitzleistung >2.000 Auslösungen.

  • Welche Lichtformer kann ich benutzen?

    Sie können sämtliche Lichtformer mit einem Bowens S-Typ Bajonett benutzen. Dies ist mittlerweile bei den meisten Herstellern Standard. Außerdem können Sie dank des integrierten Schrimhalters Studioschirme einsetzen.

    Mittels eines Adapters können Sie auch Lichtformer anderer Hersteller verwenden, z.B. Elinchrom oder Hensel/Richter.

  • Muss ich den integrierten Blitzauslöser verwenden?

    Besitzt ein Akku-Studioblitz einen integrierten Empfänger, können Sie den mitgelieferten Sender verwenden. Falls Sie jedoch einen eigenen Blitzauslöser verwenden möchten, so haben sämtliche Akku-Studioblitze einen separaten Sync-Anschluss, an dem ein externer Empfänger angeschlossen werden kann. Der eigene Sender ist dann zu verwenden.

  • Wie funktioniert das Prinzip des Supersync mit einem TTL High Speed Funkauslöser?

    Hier eine kurze vereinfachte Beschreibung:

    - Sie betätigen den Kameraauslöser (FP oder HSS an der Kamera einstellen nicht vergessen)
    - Der TTL High Speed Funkauslöser sendet Messblitze zur Blitzbelichtungsmessung aus
    - Der erste TTL-Messblitz zündet versehentlich den Studioblitz über die Fotozelle
    - Der Studioblitz zündet seinen Hauptblitz und brennt über eine gewisse Dauer ab
    - Nachdem der TTL-Sender seine Messblitze abgefeuert hat, beginnt jetzt die Kamera mit der Belichtung
    - Wie es der Zufall will, öffnet sich gerade der 1. Verschlussvorhang in dem Moment, während der Hauptblitz noch zündet
    - Das Bild wird jetzt per Zufall über den Hauptblitz belichtet
    - Das ganze Prinzip funktioniert aber nur, wenn der mobile/kabelgebundene Studioblitz langsam genug ist, damit die Kamera diesen "austricksen" kann. Langsam genug bedeutet, eine Studioblitz-Abrennzeit von ca. 1/1000s. Die Abbrennzeit hat nichts mit der Synchron-Zeit der Kamera zu tun.

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